Das Haus

Nach umfassenden Renovationen an den Gebäuden war Oskar Reinhart als Gründer jahrzehntelang auch Präsident des Clubs. Nach seinem Tod 1965 wurde das Haus der Volkart Stiftung geschenkt. Die Volkart Stiftung stellte bis in die 90er Jahre das Haus dem Club zur Verfügung. 1995 erwarb der  Club zur Geduld das Haus samt Mobiliar und Kunst von der Volkart Stiftung. Möglich war dies dank grosszügiger Darlehen der Mitglieder und von einzelner Winterthurer Firmen. Damit ist es gelungen, die einzigartige Institution langfristig sicherzustellen.

Renovationen

Stadtrichter Biedermann hatte die Liegenschaft um 1717 weitgehend neu gebaut. Die barocke Hausteinfassade – für Winterthur einzigartig – war das Markenzeichen dieser Gebäudeveränderungen.Nach dem Erwerb 1919 wollte Oskar Reinhart in der Geduld einen Privatclub nach englischen Vorbild einrichten. Er hatte die Gebäude aber in erster Linie erworben, weil er das Ensemble der Spekulation entziehen wollte.

Ein Abbruch zugunsten eines Neubaus wäre damals ohne weiteres möglich gewesen. Reinhart beauftragte 1921 den Architekten Robert Rittmeyer, der kurz vorher den Neubau des Kunstmuseums vollendet hatte, mit der Umwandlung der beiden Häuser in einen Privatclub. Die heutige Denkmalpflege würde die Eingriffe Rittmeyers mit Sicherheit nicht mehr bewilligen. Der Architekt versetzte Wände, verlegte das Treppenhaus und eliminierte im Parterre kleine, ehemalige Lagerräume zugunsten des repräsentativen Entrées. Aber er bewahrte, „unter taktvoller Beibehaltung der Bauelemente des 17. und 18. Jahrhunderts“, viele der originalen Innenausstattungen und Dekorationen und hat damit eine gelungene Synthese zwischen Neu und Alt erreicht.

Nach mehreren Dekaden wurde die Renovationstätigkeit in den 1980er Jahren wieder aufgenommen. Zur Sicherstellung der Gebäude werden heute jedes Jahr kleinere und grössere Renovationen vorgenommen. Beispiele dazu sind die Terrasse im Hof für Restauration im Sommer, das Entrée im Parterre, die Fassade an der Stadthausstrasse oder die Kücheneinrichtungen. Weil die Gebäude heute unter Schutz stehen, werden sämtliche Renovationen in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege durchgeführt.